Hauptreferenten
Spiritualität - die vierte Dimension der Gesundheit
Dr. Ellis Huber ist Arzt und Gesundheitspolitiker. Als Gesundheitsstadtrat (Dezernent) für die GRÜNEN von 1981 - 86 und als Präsident der Ärztekammer Berlin (1987 - 99) setzte er sich für eine Neuorientierung der Gesundheitspolitik ein. Von 2001 bis 2005 und 2010 bis 2013 leitete Huber als Vorstand eine Betriebskrankenkasse. Seit 2007 ist er Vorstandsvorsitzender des Berufsverbandes der Präventologen e.V. und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg und leitet seit 2008 das Kompetenzzentrums Gesundheitsförderung und Prävention am Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).
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Spiritualität – die politische Dimension der Gesundheit

"Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will." Dieser Leitsatz von Albert Schweitzer gibt allen Ärzten und Heilkundigen eine klare Orientierung. Unser menschliches Sein ist mit den Mitmenschen in allen Teilen der Erde und dem Wohlergehen der Natur verbunden. Kranke Menschen erfahren am eigenen Leib, dass sie auf Mitgefühl, Güte, Freundlichkeit und Liebe der anderen Menschen angewiesen sind. Das Gesundheitssystem einer Gesellschaft muss so den Menschen dienen und das soziale Bindegewebe pflegen, damit Gesundheit für alle unter gesundheitsförderlichen Verhältnissen gelingen kann. Gesundheitspolitik braucht eine spirituelle Dimension, wenn das Gesundheitswesen heil und heilsam sein soll. Mehr Humanismus und weniger Kapitalismus kann die gegenwärtige Krise der Gesundheitsversorgung überwinden.
Wissenschaft und Spiritualität
Harald Walach, Prof. Dr. Dr. phil., Leiter des Instituts für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften an der Europa Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) und Professor für Forschungsmethodik der Komplementärmedizin; Leiter des berufsbegleitenden Masterstudiengangs "Kulturwissenschaft und Komplementäre Medizin".
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Für gewöhnlich stehen Wissenschaft und Spiritualität als Gegensätze nebeneinander. Man meint, Wissenschaft befasse sich mit dem Objektiven, Messbaren und Handfesten, während sich Spiritualität mit dem Vagen, Subjektiven und Beliebigen beschäftige. Ich werde zeigen, dass Wissenschaft und Spiritualität aufeinander bezogen sind und sich gegenseitig ergänzen. Beide haben nämlich, wenn richtig verstanden, radikale Offenheit und radikale Skepsis als Grundhaltung. Daraus ergeben sich wiederum neue Perspektiven. So kann man z.B. aus einem modernen wissenschaftlichen Modell neue, erstaunliche Einsichten in das Verständnis alter Konzepte wie etwa dem Konzept von „Chi“ oder „Lebensenergie“ gewinnen. Das will ich in diesem Beitrag vorstellen.
Der Mensch zwischen Himmel und Erde
Chinesische Traditionen zur Pflege des Lebens
Priv. Doz. Dr. med. Gisela Hildenbrand ist Mitbegründerin, Vorstandsmitglied und Dozentin der Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng e.V., Mitarbeit in der Redaktion der Zeitschrift für Qigong Yangsheng; Herausgeberin von Fachbüchern zu Qigong und Yangsheng.
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"Vorbild sei Dir der Himmel stets, Richtmaß und Regel die Erde." (Zhōu Qiánchuān 周潛川, 1907-1972)
„Nach außen nehme ich die Schöpfung der Natur zum Lehrmeister, im Inneren aber fasse ich nach dem Quellgrund meines Herzens.“ (Zhāng Zăo 張璪, 8. Jh.)
"Von Himmel und Erde lass dich zu allen Zeiten geleiten. Lass Yīn und Yáng dein Handeln bereiten, begleiten." (Jiāo Guóruì 焦國瑞, 1923-1997)

In den vielfältigen Methoden und Übungen des Qigong und Yangsheng (Pflege des Lebens) die in China entwickelt wurden, stellt der forschende und erkennende Blick in die Natur eine wichtige Grundlage dar. Naturgesetze, in stilisierter Form zum Ausdruck gebracht, lassen sich stets in den Bewegungsmustern des Qigong und Yăngshēng erkennen. Keineswegs werden dabei lediglich die physikalischen Eigenschaften und sichtbaren Erscheinungsformen von Naturphänomenen in Haltung und Bewegung zum Ausdruck gebracht. Vielmehr dienen geistige Kräfte, die den Naturphänomenen innewohnen, bzw. ihnen von Menschen zugeschrieben wurden, dem Übenden als "Nahrung" für seine Vorstellungskraft, als Richtschnur für seine geistige Haltung.
Entsprechend vorherrschender geistiger Strömungen hatten die Methoden des Qigong und Yăngshēng unterschiedliche Schwerpunkte, die sich in der Gewichtung von Praktiken und geistigen Inhalten äußerten: seien es Naturnachahmung, Einbindung in kosmische Abläufe, Atemtechniken, Dehnung, Gebrauch von visueller Imagination, geistige Ausflüge nach innen oder in kosmische Gefilde, Gebrauch von Lauten und Sprache als Mittel der Selbstkultivierung.
Neben speziellen Übungen galten stets die Künste - Dichtung, Musik, Malerei, Kalligraphie - deren Genuss und deren Ausübung - als bedeutendes Mittel für die Pflege des Lebens, als "Heilmittel" in dem sich ästhetische Kraft und philosophischer Gehalt verbinden.
Im Vortrag sollen bedeutende Persönlichkeiten "zu Wort kommen", die die über zweitausend Jahre alte Geschichte der "Pflege des Lebens" geprägt und Methoden dazu beigesteuert haben.
Das Geheimnis der Heilung
Wie altes Wissen die Medizin verändert
Joachim Faulstich ist Autor und Regisseur wissenschaftlicher Fernsehdokumentationen und Buchautor. Seit mehr als 20 Jahren publiziert er außerdem zu Fragen der Komplementärmedizin und der Bewusstseinsforschung. Seine Filme "Rätselhafte Heilung" (ARD 2006) und "Das Geheimnis der Heilung" (ARD 2010) machten die bahnbrechenden Erkenntnisse der Mind-Body-Medizin einem Millionenpublikum bekannt. Für seine Arbeit erhielt er 15 nationale und internationale Preise.
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Die Neurowissenschaften belegen: Körper und Geist sind so eng miteinander verbunden, dass die Trennung in "reine" Körpermedizin und Psychosomatik keinen Sinn mehr ergibt. Ungewöhnliche Heilungsfälle zeigen, dass sowohl innere Bilder - also Bewusstseinsphänomene - als auch körperliche Bewegung die Gesundheit positiv beeinflussen und sogar schwerwiegende Erkrankungen überwinden können, weil ein unsichtbares Netzwerk Körper und Geist in nahezu unendlicher Vielfalt miteinander verknüpft. Die Vorstellung, es könne jeweils nur einen einzigen Weg zur Heilung geben, ist damit überholt: das Netzwerk lässt sich auf ganz unterschiedliche Weise in Schwingung versetzen. Mit diesen neuen Erkenntnissen begegnen sich klassische Medizin und komplementäre Methoden zunehmend auf Augenhöhe.
Der Vortrag schlägt den Bogen von den Ursprüngen der Heilkunst bis in unsere Gegenwart, und er zeigt, wie uraltes Wissen in die moderne Medizin zurückkehrt.
Überblick über die Forschung in Taijiquan und Qigong in China
Prof. Yiji Zhu ist Vizegeneralsekretärin und Mitglied der Wissenschaftskommission im Shanghaier Qigongverein, ständiger Vorstand im chinesischen Forschungskomitee der somatischen Wissenschaft und Chefredakteurin des Journals "Chinese Journal of Somatic Science".
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Ein Artikel in der Sichuaner Tageszeitung vom 11. März 1979, der von einem Kind berichtete, das mit dem Ohr lesen kann, löste in China eine Welle an Forschungen über außergewöhnliche Fähigkeiten des menschlichen Körpers aus, die bis Ende des letzten Jahrhunderts andauerte. Es blieb umstritten, ob solche Phänomene als wahr betrachtet werden sollten. Seit den 1980er Jahren setzten sich viele Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen für dieses neue Forschungsgebiet ein, trotz harter Arbeitsbedingungen, Mangel an finanzieller Unterstützung und persönlichen Nachteilen. Dank ihrer unermüdlichen Arbeit haben sie vor allem auf den Gebieten außergewöhnliche Wahrnehmungen (ESP), außergewöhnliche Fähigkeiten (wie Telekinese, Teleportation, Biokinese) sowie Strahlungen des menschlichen Körpers Erfolge erzielt.
Ihre Forschungsergebnisse sind Gegenstand meines Beitrags zum Symposium, da sie meines Erachtens nach eine wissenschaftliche Revolution im 21. Jahrhundert ankündigen, die, von den somatischen Wissenschaften eingeleitet, die gesamte Menschheit beeinflussen wird.
Weitere Referenten
Qigong, Spiritualität und Gehirn
Wilfried Kuhn, Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. habil., Dipl.-Chem., geb. 1952, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, Chefarzt der Neurologischen Klinik des Leopoldina-Krankenhauses der Stadt Schweinfurt. Mehr als 350 wissenschaftliche Publikationen zur neurologischen Themen. Seit ca. 30 Jahren Beschäftigung mit Grenzerfahrungen zwischen Spiritualität und Wissenschaft, seit 1991 Praxis des Stillen Qigong nach Zhi Chang Li.
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Seit östliche Meditationstechniken zunehmend auch im Westen praktiziert werden, versuchen Wissenschaftler, Erkenntnisse über Wesen und Wirkung dieser Methoden zu gewinnen. Heute gilt als gesichert, daß sowohl Qigong wie auch andere Meditationsformen das autonome Nervensystem beeinflussen können, was zum Beispiel zur Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks, aber auch zu einer allgemeinen Muskelentspannung führen und somit auch Krankheiten vorbeugen kann. Erste Studien untersuchten die Wirkung von Meditation auf das Gehirn im Wesentlichen mittels Elektroencephalographie (EEG). In den letzten Jahren konnten Neurowissenschaftler jedoch zeigen, daß mittels neuerer Untersuchungstechniken wie zum Beispiel der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) bestimmte Areale des Gehirns ge-nauer als mit dem eher unspezifischen EEG zu lokalisieren sind und somit auch die physiologischen Abläufe während spiritueller Übungen besser eingeschätzt werden können. Sowohl die Ergebnisse früherer Studien wie auch die mit modernen Methoden gewonnenen Erkenntnisse über die Wirkung von Qigong und anderen Meditationsformen auf das Gehirn werden im ersten Teil des Vortrags zusammengefaßt. Im zweiten Teil wird diskutiert, ob die Behauptung zahlreicher Neurobiologen gerechtfertigt ist, daß die zum Teil tiefgreifenden transzendenten Erfahrungen während spiritueller und religiöser Übungen durch die nachgewiesenen Veränderungen des Gehirns (neuronale Korrelate) vollständig erklärt werden können.
Der Geist in der Flasche
Wie mystische Erfahrungen das Verständnis ungeklärter Phänomene in der Naturwissenschaft erhellen könnten
Dr. rer.nat. Imke Bock-Möbius promovierte in Physik, verbrachte längere Zeit in China und unterrichtet seit 25 Jahren Qigong. Sie ist Kursleiterin der Med. Gesellschaft für Qigong Yangsheng sowie Lehrerin/Ausbilderin der Deutschen Qigong Gesellschaft. Bücher: Qigong – Meditation in Bewegung 1993. Qigong meets Quantenphysik. Das Prinzip Einheit erleben 2010.
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Analoges Denken beweist nichts; aber unvoreingenommen und sorgfältig angewendet, öffnet es den Geist und hat schon einige Male in der Geschichte der Naturwissenschaf-ten zu völlig unerwarteten Wendungen in unserem Wirklichkeitsverständnis geführt. Werden Ordnungsprinzipien erkannt und lässt sich ihre Anwendbarkeit in neuen Berei-chen erproben und überprüfen, kann es sein, dass wir uns plötzlich in einer anderen Welt wiederfinden.
Es gibt Phänomene in der modernen Physik, die mit den bisherigen Konzepten der Wirk-lichkeit nicht erklärt werden können. Merkwürdigerweise zeigen sie Parallelen zu Phä-nomenen, die aus der Mystik bereits bekannt sind. Dort ist die Überwindung der Tren-nung vom höchsten schöpferischen Prinzip von zentraler Bedeutung. Im kleineren Maß-stab begegnet uns dieser Wechsel zwischen Polaritäten und Einheit in den Qigong-Übungen. Deuten wir Verschränkungsphänomene aus der modernen Quantenphysik gemäß den Prinzipien, die wir im Qigong praktisch umsetzen, lassen sich Körper und Geist sowie Kopf und Herz versöhnen.
Taiji – Vom ewigen Anfang und Ende
Axel Dreyer hat ev. Theologie sowie Kunst- und Religionspädagogik studiert. Sprechausbildung in Schauspiel und Rezitation bei E. Straub; 1984 Gründung des "theater et cetera" zusammen mit Anton Fischer.
Taiji im Yangstil seit 1978, eigene Taiji-Schule in Freiburg im Breisgau; Mitglied im Taijiquan & Qigong-Netzwerk e.V., Qigong seit 1988, Ausbildung bei der Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng. Lehrer für F.M. Alexander-Technik und Releasing.
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Woher kommt die Welt? Diese Frage beantworten sich Menschen am Anfang unserer Kulturgeschichte, indem sie sich kosmogonische Mythen erzählen. Unabhängig davon, ob diese Mythen in China, im vorderen Orient oder in Europa erzählt werden, weisen sie erstaunlich viele Schnittmengen auf. Taiji und Dao sind Worte, die Lebens- und Leiberfahrungen wiedergeben, die in ähnlicher Weise auch im Alten Testament, in der babylonischen und griechischen Schöpfungsgeschichte vorkommen.
H.v. Kleist's Essay "Über das Marionettentheater" schlägt einen Bogen vom Sündenfall der
Bibel bis zum "letzten Kapitel von der Geschichte der Welt." Er beschreibt die Entwicklung des Bewusstseins als einen spiralförmigen Prozess, vergleichbar mit dem Verständnis der Bewusstseinsentwicklung im Taiji.
Die Kunst des Taijiquan als existentieller Dialog
Dr. Gerald Hofer, geb. 1969 Studium der Chemie, Philosophie und vgl. Religionswissenschaft, sowie European Market Access in Regensburg, Marburg und Paris.
Wu-Stil TaijiQuan seit 1989. Lehrtätigkeit für Universitäten, Krankenkassen, VHS und privat seit 1995. Vorstandsmitglied der internationalen Gesellschaft für philosophische Praxis.
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Der Mensch ist ein auf Selbsttranszendenz angelegtes Wesen. Hierbei erfüllt der Weg des TaijiQuan in seinen dynamisch aufeinander bezogenen Weisen von Haltung, energetischer Wahrnehmung und Bewußtsein dieses existentielle Grundbedürfnis.
Das geschieht mittels eines vierfachen Dialogs: Dem Dialog mit sich selbst im Üben festgelegter Bewegungsformen, dem Dialog mit dem Partner in der kämpferischen Auseinandersetzung, dem Dialog mit der Natur im Neigong, sowie dem Dialog mit dem Einen im absichtslosen Sitzen des Zuowang.
Im Loslassen seiner Ichbezogenheit festigt der Adept dieser daoistisch geprägten Kunst seine Verwurzelung im Unergründlichen, die durch das transformative Potential alltäglicher Herausforderungen nur noch wächst, und zur Herausbildung des wahren Menschen (Zhenren) führt, der in geistiger Freiheit die Welt durchstreift.
Ein Weg zu Weisheit und Mitgefühl
Universelle Spiritualität im Taiji und Qigong
Ralf Rousseau (Dipl.-Psych.)
praktiziert seit 32 Jahren Taiji und Qigong und ist Lehrermitglied des für Taijiquan & Qigong Netzwerkes. Er lernte auch im Buddhismus, Sufismus, der körperorientierten Psychotherapie und in der Ridhwan Schule. Wichtige Lehrer auf der spirituellen Reise waren:
J. Krishnamurti, A. H. Almaas Sögyal Rinpoche, Pir Vilayat Inayat Kahn.
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Im Kernbereich der Religionen und in vielen ´Weisheitswegen´ kommen bestimmte Vorstellungen und Prinzipien immer wieder vor, die uns zeigen, wie es gelingen kann, uns als spirituelle Menschen zu entwickeln. Ken Wilber nennt diese Prinzipien Philosophia perennes: die immer wiederkehrende Philosophie.
Sich dieses gemeinsamen Erfahrungswissens der Menschheit zu erinnern, kann helfen, in unserer zerstrittenen Welt mehr Frieden zu schaffen. Es geht dabei nicht um Theorie, sondern um das direkte erleben der Zusammenhänge.
Taiji und Qigong bieten wegen ihrer Körper- und Erfahrungsorientiertheit wunderbare Möglichkeiten, diese Weisheiten – quasi nebenbei und ideologiefrei - an Menschen weiterzugeben. Wie das praktisch aussehen kann ist der Inhalt dieses Workshops.
Was hat Entspannung mit Spiritualität und Lao Dse zu tun?
Isolde Schwarz, Sozialpädagogin, Taiji-/Qigong-Lehrende seit 23 Jahren in eigener Schule Taiji-Weg in Berlin. Chungliang Al Huang ist mein Lehrer für Taiji, Chinesische Philosophie und Kalligrafie. Seit vielen Jahren bereichern Qigong sowie daoistische und buddhistische Meditation meinen Übungsweg.
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Soong – wir kennen das, übersetzt als: sich entspannen, loslassen, nachgeben... Und immer wieder die Herausforderung: Körper und Geist entspannen um tiefer in unsere Taiji-/Qigong-Formen hineinzuspüren. Das ist manchmal schwer genug. Wenn wir unsere Künste zur Erschließung des eigenen spirituellen Weges, zur Verfeinerung und Stärkung des Geistes nutzen wollen, wird größtmögliche geistige und physische Entspanntheit von uns gefordert, die zulässt "sich dem Unendlichen hinzugeben." Wie soll das funktionieren? Mit Lao Dse wenden wir uns an unser intuitives Verstehen: meditative Bilder und Worte leiten das fühlende Wahrnehmen in Stille und Bewegung, so dass eine Ahnung aufsteigen kann, mit Entspannung könnte auch dies gemeint sein:
Die eins mit dem Dao sind, können gefahrlos gehen, wohin sie wollen. Selbst mitten in großem Leid nehmen sie den allumfassenden Einklang wahr,
weil sie Frieden in ihrem Herzen gefunden haben.

Dao De Jing
Yuan Shen –
Christoph Stumpe ist Diplom- Sportwissenschaftler, TCM-Therapeut, Ausbildungsleiter und Gründer des Shen Men Instituts (Ausbildungszentren für TCM und Energie-und Bewusstseinsmedizin) mit Standorten in Düsseldorf, Berlin, München und Zürich. Mehrere Studienaufenthalte in China, Amerika und Europa zum Thema Qigong, Taiji und TCM. Er praktiziert seit 25 Jahren TaiJi, Qigong, Meditation, Tuina Massage und Energiearbeit. Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Körperpsychotherapie (Biosynthese).
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Das Yuan Shen ist unser göttlicher Teil, das was wir wirklich sind. Es ist das, was hinter allen Verkörperungen, Programmierungen und Vorstellungen existiert. Aus dieser Bewusstheit entsteht ganzheitliche Heilung und die Erkenntnis der All-Einheit. Über das Herzzentrum sind wir mit dem Yuan Shen permanent verbunden und können diese Kraft zur Heilung und Bewusstwerdung dessen, was wir wirklich sind, einsetzen. All das von dem wir glauben, dass es uns von der Quelle abschneidet, löst sich in der Bewusstheit des Yuan Shen auf und bringt uns zu unseren seelischen Ressourcen. Im Herzen ist das erkennende göttliche Bewusstsein verwurzelt, welches die Buddhisten "bodhicitta" und die Taoisten "yuanshen" nennen. Im Mittelpunkt des Yuan Shen Gong-Herz Qigong steht die Bewusstwerdung des "göttlichen
Funken" in uns. Über die dreifache Einheit des Yuan Shen Gong und die Entwicklung des
Herzzentrums mit seiner heilenden Wirkung auf unsere Körper-Seele-Geist-Einheit wird die Präsenz des Yuan Shen erfahren. Der Vortrag mit Übungen gibt einen Einstieg ins Yuan Shen Gong und richtet sich an alle, die sich dieser universellen Ebene wieder öffnen und/oder ihre Qigong Praxis intensivieren wollen.
Der Weg des Taijiquan als ein spiritueller Übungsweg im Westen
Vom Körper (Jing) über die Energie (Qi) zum Geist (Wu) und zur Erfahrung des DAO
Klemens J.P. Speer, Kursleiter, Lehrer und Ausbilder für Taijiquan und Meditation, Kursleiter- und Lehrer-Ausbildungen seit mehr als 15 Jahren. Mitglied im Netzwerk, in der DQGG und im DDQT. Federführende Erarbeitung der Ausbildungsleitlinien des DDQT. Mehr als 10 Jahre Mitarbeit im DDQT beim Aufbau, im Taiji-Ausschuss und im Vorstand.
Seit mehr als 30 Jahren auf dem Übungsweg der Meditation mit Zen, Taijiquan und Qigong. Dipl. Ingenieur und Dipl. Betriebswirt.
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Den Weg des Taijiquan - als ein Lehrsystem der Meditation - unterrichte ich für Menschen
die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind. Die meisten kommen, weil sie etwas für
ihre Entspannung und für die Gesundheit tun wollen. Das sind die häufigsten Anlässe, neben
vielen anderen. Nur wenige interessieren sich wirklich für äußere Kampfkunst oder den
sportlichen Aspekt.

In der Tiefe geht es bewusst oder unbewusst den meisten Schülern um mehr: Um die Suche
nach Sinn in den vielfältigen Umbrüchen unserer privaten und globalen Welt - im
Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Denken, religiösen Vorstellungen, politischen Ereignissen und alltagspraktisch notwendigen Entscheidungen, wie ich mein Leben ausrichten will oder muss, weil über mich entschieden wird.

Wie kann ich also inneren Frieden und Sinnorientierung finden angesichts globalen Krieg-, Hunger- und Naturkatastrophen und persönlichen Überforderungen im Alltag durch Stress,
Arbeitsplatzverlust, Trennung, Scheidung und gesundheitlichen Problemen? Darauf versucht
die Vorstellung meines Lehrsystems eine Antwort zu geben oder Möglichkeiten aufzuzeigen.
Da setzt die Verbindung zu einer tiefen inneren Dimension von Erkenntnis und Spiritualität
ein. Nicht als Selbstzweck, sondern als gesunde Hilfe, trotz aller Katastrophen das Lebens mit Freude zu leben. Also Taijiquan für den Westen!
Die Philosophie des Taiji und die westliche Mystik
Spirituelle Wege zur Gesundheit des Geistes
Markus Maria Wagner M. A., Studium der Philosophie und Religionswissenschaft in Mainz und Marburg. Aufsätze zu Daoismus, interreligiöser Mystik und Taijiquan.
Taiji(Wu-Stil)-Schüler von Dr. Gerald Hofer, Hamburg seit 1997 und Prof. Lau Wai Shing, Hong Kong seit 2011. Meditation (Zen/Kagyu/Ningma/DongNgok) seit 1995.
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Einleitend wird auf Grundlage des 2015 erscheinenden Buches zum Thema die Frage erörtert: Was genau am Taijiquan ist daoistisch?
Als Beispiel wird die Emanationsmetaphysik des Taiji nach Isabelle Robinet dargestellt und verglichen mit westlichen Emanationstheorien. Strömungen westlicher Spiritualität wie der Neoplatonismus (Plotin und Proklos), der die christliche Mystik (z. B. Meister Eckhart) maßgeblich beeinflusste, werden beschrieben.
Es wird gezeigt, wie die Entstehung des ("nachhimmlischen") Vielen aus dem undifferenzierten ("vorhimmlischen") Einen in beiden Kosmologien die sprachliche Unfassbarkeit verursachen, die zur Entwicklung der Negativen Theologie führt ("Das Dao das ausgesagt werden kann….").
In einem Referat von Robert Santees "Integrative Approach to Councelling" wird illustriert, wie – westliche Ansätze ergänzend – auf daoistischer Basis salutogenetische Ziele (wie die Entwicklung von Kohärenzgefühl, Empowerment etc.) gefördert werden. In einer abschliessenden Synthese wird gezeigt, wie im Taijiquan spirituelle Ziele daoistischer Selbstvervollkommnung mit Heilungspotential (wie Ziran und Wu-Wei) verwirklicht werden.
Die schamanischen Wurzeln von Qigong
Zhongxian Wu begann in seinen frühen Jahren schon Qigong und Taiji zu praktizieren. Inspiriert von den direkten starken Wirkungen seiner Praxis verpflichtete er sich zu einem lebenslangen Studium der althergebrachten Künste innerer Kultivierung.
Seit 1972 gibt er sich dem Studium der klassischen chinesischen Künste - Qigong/Neigong, Taiji,innerer Kampfkünste, chinesischer Medizin, Astrologie und Kosmologie, der Lehre des I Ging, chinesischer Kalligraphie, alte chinesische Musik - und studierte bei einigen der besten Lehrer dieser Fachgebiete.
Gemeinsam mit seiner Frau Karin Taylor gründete er das Blue Willow World Healing Center und die QinJian Akademie, um die alten Heilpraktiken und andere alte chinesisches Weisheitslehren zu bewahren. Zhongxian Wu ist Mitglied in der nationalen Prüfungskommission für Akupunktur und östliche Medizin.
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EMei ZhenGong 峨嵋真功, Mt. EMei Schamanisches Qigong ist eine Tradition mit tiefen kulturellen Wurzeln. Begründet in der Provinz von SiChuang war es im chinesischen Schamanismus und in der daoistischen Tradition über Jahrtausende geheim gehalten worden.
Die Mt EMei Schule benutzt Fu 符 (speziell aufgeladene Talismane), Jue 訣 (Klänge, die das Qi in Zirkulation bringen sollen) Yin 印 (Handpositionen mittels derer spirituelle Energie empfangen wird), Visualisierungen und bewusste Verbindung mit dem Ursprung des Qifeldes in Ergänzung mit den bekannteren Aspekten wie Atem, Bewegung, Stille und Verbindung mit der Natur, wie sie in allen traditionellen Qigong Schulen zu finden sind. In diesem Vortrag werden die schamanischen Techniken der Selbstkultivierung und Selbstheilung erklärt und eine Beziehung zu den heilenden Wirkungen in der Arbeit mit Klienten hergestellt.
wuji – taiji – wuji.
Von der Einheit zur Zweiheit und „den zehntausend Dingen“ – und zurück zur Einheit
Dietlind Zimmermann ist Lehrerin (seit 1992) und Ausbilderin für Taijiquan und Qigong sowie Autorin und Redakteurin des Taijiquan & Qigong Journals. Sie studierte u.a. Philosophie und Psychologie und erforscht auf ihrem Taiji-Weg Fragen des Zusammenhanges von Körper & Geist, Wahrnehmen & Wissen, Spiritualität & aufklärerischer Vernunft, Kampf- & Lebenskunst.
www.tai-chi-lebenskunst.de, www.bewegte-philosophie.de
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Die daoistische Philosophie beherbergt eine Erzählung über die Weltentstehung,philosophisch würde man sagen: eine Ontologie, eine Lehre über das Sein. "Aus der Eins (wuji)entsteht die Zwei (taiji), aus ihr die Zehntausend Dinge (die Welt mit allen ihren Erscheinungen)." Taijiquan- wie Qigong-Formen beginnen im stillen Stehen – oder auch: im wuji. Sie machen erlebbar, wie das taiji aus dieser Stille heraustritt und so "die Zehntausend Dinge", die unendlichen Spielarten des Bewegens, entstehen. Und eine Form ist nur dann komplett, wenn wir am Ende ins wuji zurückkehren – und damit: zum Ursprung. Soweit die "Spielregel". Wie gestalten wir die Übungspraxis so, dass aus diesem theoretischen Hintergrund eine praktische Erfahrung wird – eine tiefe spirituelle Erfahrung? Der Workshop lädt dazu ein, diesen meditativen Modus der Übungspraxis miteinander zu erkunden. Die Erfahrungen lassen sich dann problemlos auf die jeweilige eigene Übungspraxis, die eigene Form, übertragen.
Meditation für die Erde
Yang Tianying, Qigong-Meisterin und Geschäftsführerin des Tian Gong Instituts in Berlin beschäftigte sich in ihrer Jugend zunächst mit Kung Fu, später – auch bedingt durch eine schwere Lebererkrankung – mit Qigong. Seit 1993 ist sie Mitarbeiterin der in China gegründeten Tian Gong Qigong Schule. Sie übersiedelte 2000 nach Berlin und gründete zusammen mit ihrer Schwester Yang Tianping das Tian Gong Institut, wo sie zahlreiche Seminare anbietet und Qigong-KursleiterInnen ausbildet. Auch weit über Berlin und Deutschland hinaus trägt sie die Botschaft der Bedeutung Selbst- und Nächstenliebe durch Seminare in Spanien, Peru, Österreich und der Schweiz.
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Meditation für die Erde und Frieden in der Welt

Der Zen-Meister Thich Nhat Hanh beschreibt mit seinen Worten "Frieden in mir, Frieden in der Welt" die Verbindung der eigenen inneren Welt mit den Geschehnissen der äußeren Welt. Gemeinsam mit vielen Menschen für den Frieden zwischen allen Lebewesen zu meditieren, erschafft ein starkes
Energiefeld, das tief im Herzen spürbar wird. Mit der kraftspendenden, tief erholsamen Meditation für die Erde und den Frieden in der Welt können die TeilnehmerInnen einen liebevollerer Umgang mit sich selbst und ihren Mitmenschen eröffnet. Erfahrungsgemäß ist dabei häufig erlebar, wie das eigene Herz sich auf sanfte Weise zu öffnen beginnt und sich zu einer unerschöpflichen Kraftquelle entwickelt.